THEO PREISS

Les fruits ont une âme

Herstellung der Liköre und Crèmes

Herstellung der Liköre und CrèmesCassis
 

Im Gegensatz zum Brand ist ein Likör eine Spirituose mit einem bestimmten Anteil an Zucker, der unterschiedlich hoch sein kann.
In der Praxis handelt es sich also um einen gezuckerten und aromatisierten Alkohol.

 

Für die Herstellung von Likören und Crèmes kommen zwei Methoden zur Anwendung:

 

Entweder durch Destillation: Man erhält die Aromen der Früchte, Körner oder Pflanzen, indem sie in einem Destiller destilliert werden. Das auf diese Weise hergestellte Destillat oder Alkoholat wird mit Zucker vermischt. Die Destillation ermöglicht eine außergewöhnliche Aromaextraktion.
 

Oder durch Mazeration: In diesem Fall werden die Früchte oder Pflanzen mit neutralem Alkohol vermischt.

Diese Mischung wird als AUFGUSS von Früchten bezeichnet; die Aromaextraktion erfolgt durch die Vermischung (Mazeration–Aufguss) der Frucht mit dem Alkohol. Für dieses Mazerationsverfahren werden frische Früchte verwendet. Der Zucker wird am Ende des Prozesses hinzufügt und nur der Destillationsmeister besitzt das Geheimnis der Dosierung, die je nach Menge und Art der verwendeten Früchte unterschiedlich ist. Diese Dosierung spielt eine wesentliche Rolle für die Qualität des Endprodukts.

 

Manche wagen es, die Verfahren zu mischen und man kann hochwertige Liköre aus mazerierten und destillierten Früchten herstellen. (Jedoch bleibt ein derartiges Vorgehen im Wesentlichen den Eingeweihten vorbehalten).

 

 

Worin liegt der Unterschied zwischen Likör und Crème?


Der Unterschied liegt nur im Zuckergehalt:

Der Likör hat einen Mindestzuckergehalt von 100 Gramm pro Liter.

Die Crème enthält mindestens 250 Gramm Zucker pro Liter, weshalb die Crèmes hauptsächlich mit Weißwein, Sekt oder Champagner (Kir Royal) gemischt werden.